2. Die Geschäftsidee.

Aus der intensiven Beschäftigung mit den Fragen aus Teil 1 sollte eine erste Idee entstanden sein. Falls nicht, sie kommt noch. Geben wir uns Zeit.  Ein afrikanisches Sprichwort sagt:

Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

Was will ich tun? Ich habe ein Gefühl. Beginne damit, die Idee niederzuschreiben und Thesen über den Teilmarkt, auf dem ich tätig werden will, zu bilden. Diese werden dann im Anschluss näher untersucht.

Vorüberlegungen

Noch keine fundierten Untersuchungen. Nur Sammlung von Ideen, einigen Infos, etwas lesen, nachdenken und „hineinfühlen“:

  1. Bestandsaufnahme
    • Meine Erfahrungen
    • Allgemeine Branchensituation und -entwicklungen
    • Analyse des Käufer- und Anbieterverhaltens auf dem Teilmarkt
    • Einschätzung der Marktzusammenhänge
    • Identifizierung der „Probleme“ und „Lücken“ des Marktes
    • Entwicklung von ersten Ansätzen zu deren Lösung
    • Identifizierung der verschiedenen möglichen Zielgruppen
  2. Entwicklung von Angebots-Ideen
    • Entwicklung von ersten Ideen für „verkaufbare“ Leistungen aus der Kombination von Marktproblem-Lösungen und Zielgruppen-Vorteilen
    • Grobe Einschätzung der Voraussetzungen und des Aufwandes, die Leistungen zu erbringen
    • Entwicklung von Ideen, den Zugang zur Zielgruppe zu finden
    • Einschätzung der Bereitschaft der Zielgruppe, die Leistung zu kaufen
    • Recherche, wie dieser Teilmarkt woanders, auch in anderen Ländern funktioniert
    • Nachhaltigkeitspotenzial abschätzen (Nachfrage dauerhaft vorhanden, Angebot dauerhaft erbringbar?)
  3. Werbe-Ideen kreieren
    • Marketing von nationalen und internationalen Wettbewerbern sichten
    • Kreative Ideensammlung von Marketingmöglichkeiten
    • Einschätzung des Aufwandes des Marketings
  4. Erster Test
    • wenn möglich, Gespräche mit potenziellen Zielkunden führen (zuhören)
    • wenn möglich, Gespräche mit etablierten Anbietern führen (auch, um mögliche Zusammenarbeit zu sondieren)
    • viel lesen, recherchieren, einige Statistiken auswerten, Branchenzeitschriften, etc. …

Am Ende dieses Prozesses habe ich:

  • einen relativ guten Überblick, ein konkreteres Bild formt sich,
  • eine Idee über Chancen, Herausforderungen und Risiken,
  • ein Gefühl dafür, ob ich mir gut vorstellen kann, in diesem Bereich zu arbeiten und was es für mich bedeuten würde (Ideen nicht zu schnell verwerfen)
  • Diverse Notizen, Links und Unterlagen, die ich für den Businessplan brauche.

Hier steht eine weitere Entscheidung an. Klares JA?

JA! – Gut. Nun wird es konkret.