2. Was kann ich gut – Womit beschäftige ich mich gerne?

Womit mache ich mich nun selbständig? Ich empfehle zwei Haupt-Kriterien:

  1. Ich kann meine Stärken nutzen – das hilft um im Markt authentisch zu agieren.
  2. Ich habe eine Leidenschaft für das Thema – das hilft, weil dauerhaft eine ganze Menge Energie für die Sache nötig ist.

Ich sollte mir also genauestens über Folgendes klar werden:

WAS KANN ICH BEREITS GUT und WAS MACHE ICH RICHTIG GERNE?

gefunden auf Facebook

An dieser Stelle ist es absolut wichtig, diese beiden Fragen unbedingt strikt getrennt voneinander zu bearbeiten. Das eine muss mit dem anderen nicht allzu viel zu tun haben. Und das ist nicht schlimm. Es geht hier um die Vorbereitung der eigenen Zukunft. Wenn ich ein hervorragender Buchhalter bin, meine Leidenschaft jedoch das Klavierspielen ist, gibt das wertvolle Hinweise.

Bestehende Stärken können später für die Entwicklung einer Geschäftsidee auf ganz wunderbare Weise mit dem verbunden werden, was die Leidenschaften sind. Weiter ist es sinnvoll, auch andere Menschen, die mich gut kennen, zu bitten, ihre Einschätzung zu diesen Fragen einmal in Ruhe nieder zu schreiben – Was denkst Du, was ich gut kann und was ist Dein Eindruck was ich gern mache? Überraschungen sind garantiert, bestenfalls mit AHA-Effekt!

Und es ist wichtig, nur genau diese beiden Fragen zu reflektieren. Wir neigen im Gründerkontext meistens dazu, diese Analyse schnell damit zu vermischen, wo geschäftliche Potenziale liegen. Vermischungen führen in aller Regel nicht zu Klarheit – nirgends. Die falsche Frage wäre: Was kann / will ich tun, womit ich Geld verdienen kann? An erster Stelle steht die reine Analyse dessen, was mich ausmacht und was ich von Herzen gerne tun, bzw. an mir entdecken will.

Zur Unterstützung dieser Gedanken- und Gefühlsprozesse ist es hilfreich, auszubrechen. Ein paar Tage einsamer Urlaub, ausgedehnte Spaziergänge in der Natur mit dem Notizbuch und „kein Alltag“ wirken Wunder! Plötzlich kommen Erkenntnisse, von denen man kaum glauben kann, das sie im Verborgenen schon da sind – und raus wollen. Aus der ehrlichen, wahrhaftigen Beschäftigung mit diesen ersten drei Fragen, keimt möglicherweise schon ein Samenkorn mit einer zarten Geschäftsidee. Wenn ja – gut. Wenn nein – genauso gut. Mehr dazu später. Auf gehts… Nun zur zukünftigen Rolle.