3. Wie möchte ich wirksam sein?

Absolut authentisch bitte: In einer perfekten Welt (meiner Zukunft)… Wie möchte ich dort arbeiten? Besser: wie möchte ich wirksam sein? Welche Rolle möchte ich ausfüllen? Nur einige Beispiele:

  • Bin ich ein eloquenter, cleverer Manager, der mühelos große Teams zu Höchstleistungen führt?
  • Bin ich ein begnadeter Verkäufer und alles andere liegt mir kaum?
  • Bin ich ein fleissiger, gewissenhafter Abarbeiter konkreter Aufträge?
  • Bin ich kreativ-sprudelnd?
  • Liegt mir Verantwortung? Auch für die Arbeit anderer Teammitglieder?
  • Bin ich ein Visionär?
  • Bin detailgenauer Tüftler?
  • Bin ich vielleicht ein mitreissender Kommunikator oder eher ein Einzelkämpfer?
  • Liebe ich die Phantasie und die Vorstellung von Möglichkeiten
  • Oder mag ich es lieber konkret mit Hand und Fuß?
  • Bin ich Generalist und kann alles ganz ok?
  • Was möchte ich sein?

Diese Frage ist extrem bedeutend für die spätere Konzeption der Existenzgründung oder des Umbaus Ihrer bestehenden Firma. Die landläufige Meinung, als einzelkämpfender Allrounder anfangen und langsam wachsen zu müssen, ist nicht jedermanns Wahrheit. In vielen Fällen sind erfolgreiche Gründungen von Beginn an größer aufgesetzt und kalkuliert.

Wichtig ist die Rolle des Initiators. Wenn diese nicht passt, ist es nicht die Wahrheit des Initiators und sollte von diesem nicht weiterverfolgt – allenfalls die Idee weiter verkauft – werden. So groß oder klein die Vision auch ist. Rollen und daraus abgeleitete Aufgaben müssen klar sein. Was will und was werde ich konkret den ganzen Tag tun? Was darf gern von anderen getan werden? Was muss sogar delegiert werden?

Aus dieser Frage ergeben sich „Jobbeschreibungen“, die wiederum Klarheit für das konkrete Konzept schaffen und im Businessplan beantwortet werden sollten. Dazu mehr in einem der folgenden Teile. Wir haben immer noch keine konkrete Geschäftsidee. Macht nichts. Inzwischen ist Folgendes klar:

  1. Die Motivation. Warum selbständig / Umgründung / Restrukturierung?
  2. Was kann ich gut, was sind meine Stärken?
  3. Womit möchte ich mich gern beschäftigen?
  4. Wie sehe ich mich in Zukunft arbeiten, was werden meine Aufgaben sein?

Oft gibt es Zweifel, den eigenen Weg zu gehen. Das ist natürlich und nachvollziehbar. Vielleicht fehlt es an (Selbst-)Vertrauen. Vielleicht gibt es Beispiele vollkommen überlasteter Selbständiger oder jener, die kaum ihren eigenen Lebensunterhalt verdienen? Vielleicht hat man selbst eine Familie zu versorgen, steht in Verantwortung anderen gegenüber? Vielleicht ist man vom allgemeinen Gerede, von allgemeinen Werten und Paradigmen abgeschreckt?